NAWAREUM

Laufzeit:

01.02.2021 - 31.07.2021

Auftraggeber/ Projektförderung:

Staatliches Bauamt Passau

Kurzzusammenfassung

Das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe realisiert zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Passau das „NAWAREUM“ in Straubing, ein erlebnis- und erfahrungsorientiertes Informations- und Beratungszentrum für nachhaltige Rohstoffe und erneuerbare Energien. Ein zentrales Element dieses Projektes sind die Außenanlagen, die als Lehr- und Schaugärten genutzt werden sollen.

Im Rahmen der Realisierung des Projektes ist die Betrachtung der lebenszyklusbasierten ökologischen und energetischen Performance des Museums erwünscht. Dabei wird in einem ersten Schritt der Neubau, bzw. der aktuelle Planungsstand als Basisvariante lebenszyklusbasiert ökobilanziell analysiert und bewertet. Hierzu wird zunächst eine Gesamtbilanz der geplanten Bauteile bzw. Baustoffe und ausgewählter Komponenten der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) aufgestellt. In einem nächsten Schritt werden daraus die Energieflüsse und ökologischen Umweltwirkungen des Gebäudes errechnet. Die durch die Ökobilanz erarbeiteten Ergebnisse können für Optimierungs- und Kommunikationszwecke herangezogen werden.

Um den Lebenszyklusansatz zu vervollständigen wird mit Hilfe von zonalen thermischen Gebäudesimulationen der jährliche Energiebedarf unter Berücksichtigung des Energieversorgungskonzepts ermittelt. Hierzu werden zonale thermische Simulationen für repräsentative Zonen durchgeführt. Ein großer Vorteil der thermischen Gebäudesimulationen liegt darin, dass das dynamische Verhalten von Gebäuden realitätsnah ermittelt und dargestellt werden kann. Ziel der thermischen Gebäudesimulationen ist es, den Einfluss des Energieversorgungssystems auf den jährlichen Gesamtenergiebedarf darzustellen und diesen darauf aufbauend ökologisch zu bewerten.

In einem Folgeschritt wird das Außenanlagenkonzept überschlägig hinsichtlich seiner Kompensationsfähigkeit (Speicherung von Kohlenstoff) beurteilt und mit den Ergebnissen aus der gebäudebezogenen Ökobilanzierung verrechnet. Somit kann der ggfs. positive Effekt des Außenraums auf die Bilanz dargestellt werden.

Bearbeitende:

Iryna Takser