Sickenoptimierung
Sicken sind rinnenartige Ausprägungen in dünnwandigen Bauteilen und ein zielführendes Konzept, um konstruktive Aussteifungen beispielsweise in Blechen einzubauen. Historisch wurden auf Grundlage von Erfahrungswerten konstruktive Regeln festgelegt, wie ein sinnvolles Sickenbild auszusehen hat. So entstanden empirische Regeln und konstruktive Kriterien, die beschreiben, wie eine Sickenanordnung für ebene Bleche zu entwerfen ist. Bei einer Sickenanordnung spricht man auch von Sickenbildern.
In der Formoptimierung ist die Sickenoptimierung eine Teildisziplin, die darauf abzielt, in dünnwandigen Geometrien sickenähnliche Merkmale zu generieren. In der Freiformoptimierung werden vorwiegend organische Merkmale generiert, die die Interpretation des Ergebnisses durch Ingenieure erschweren. Das Generieren von ingenieurtechnischen Merkmalen wie Sicken kann dabei helfen.
Die Methoden zum Erzwingen von Sickenmerkmalen sind vielfältig. Am Lehrstuhl für Statik und Dynamik wurde eine Methode entwickelt, die darauf abzielt, die sickenähnlichen Merkmale durch eine geeignete Geometrieparametrisierung einzuführen. Diese kombiniert die explizite Filtermethode Vertex Morphing mit morphologischen Operatoren. Die morphologischen Operatoren generieren Plateaus und anschließend glättet Vertex Morphing das sprunghafte Feld.



