Verbesserte Prozessstabilität durch verstärkte anaerobe Biofilmbildung

Die naturlichen Ressourcen werden in alarmierendem Tempo erschopft, wahrend der Energiebedarf weiter stark ansteigt. Dies fuhrt zu einem deutlichen Anstieg der Treibhausgasemissionen und verscharft den Klimawandel. Weltweit vollzieht sich daher der Wandel hin zu saubereren und nachhaltigeren Energiesystemen, einschlieslich moderner Formen des Abfallmanagements, um die Nachteile fossiler Brennstoffe zu uberwinden und die Ziele fur nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Die anaerobe Vergarung ist eine vielversprechende Technologie, die einen wichtigen Beitrag zur Bewaltigung dieser Herausforderungen leisten kann. Dabei handelt es sich um einen biologischen Prozess, bei dem verschiedene anaerobe Mikroorganismen komplexe organische Stoffe in Methan (CH), Kohlendioxid (CO) und weitere Spurengase umwandeln. Da der Grosteil der im System enthaltenen Energie im erzeugten Methan endet, ist der Prozess verstandlicherweise anfallig gegenuber Storungen und Hemmungen.
Das Projekt Leveraging Anaerobic Digestion through Environmental Stress (LeAD) ist ein innovatives, gemeinschaftliches Forschungsprojekt, das im Rahmen der Marie-Skodowska-Curie-Doktorandennetzwerke gefordert wird und sich der Weiterentwicklung der anaeroben Vergarung widmet. Ziel des Projekts ist es, zentrale Herausforderungen durch den Einsatz modernster mikrobiologischer und computergestutzter Methoden zu adressieren. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen syntrophischen Bakterien und methanogenen Archaeen in anaeroben Systemen unter Stressbedingungen. Durch ein vertieftes Verstandnis dieser Interaktionen sollen Strategien entwickelt werden, die die Robustheit und Zuverlassigkeit anaerober Vergarungssysteme unter anspruchsvollen Umweltbedingungen nachhaltig verbessern.
| Projektleiter | Prof. Dr.-Ing. habil. Konrad Koch |
| Sachbearbeiter | Nawaz Khan, M.Sc. |
| Finanzierung | Marie Sklodowska-Curie Actions Doctoral Networks |