Zeolith in Versickerungsmulden zur Verbesserung des Schadstoffrückhalts
Versickerungsmulden sind beliebte Infrastrukturelemente in Siedlungen. Sie besitzen nicht nur die Fähigkeit, Niederschlagswasser zu speichern und zu versickern, sondern auch, stofflich belastetes Niederschlagswasser über ihre 20-30 cm dicke bewachsene Bodenzone zu reinigen. Zusätzlich bieten sie die Möglichkeit, durch ihre Bepflanzungen die Biodiversität zu erhöhen. Jedoch besteht bei der kontinuierlichen Beaufschlagung der Mulden mit Schadstoffen die Herausforderung, dass diese sich akkumulieren und nach längerer Standzeit die Schadstoffe durch die Bodenschicht durchbrechen können, was eine Belastung von Boden und Grundwasser zur Folge haben könnte.
Um den Rückhalt von Kupfer aus dem Niederschlagswasser von Kupferdächern zu verbessern, wird Zeolith als Zuschlagsstoff der bewachsenen Bodenzone getestet. Hierzu wurden 18 Versickerungsmulden im halbtechnischen Massstab in verschiedenen Konfigurationen aufgebaut. Diese bestehen aus verschiedenen Bodenzusammensetzungen mit und ohne Zeolith und sind kombiniert mit verschiedenen Bepflanzungen. Zusätzlich wird untersucht, ob eine reine Zeolith-Schicht auf der bewachsenen Bodenzone effektiv ist. Eine solche Schicht könnte nach Sättigung mit Kupfer leichter ausgetauscht, regeneriert und wieder eingesetzt werden. Die halbtechnischen Versuche werden mit Niederschlagswasser eines nahegelegenen Kupferdachs über den Zeitraum von mindestens einem Jahr beaufschlagt, um auch saisonale Schwankungen zu erfassen.
| Projektleiter | Prof. Dr. Brigitte Helmreich |
| Sachbearbeiter | Dominik Meier, M.Sc. |
| Finanzierung | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) |