Geländeübungen und Blockkurse
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Zu finden unter “Studium” → “Termine und Fristen”
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Ingenieurgeologische Geländeübungen
Unsere Kartierübung am Taubenstein fand im September im Gebiet rund um den Spitzingsee statt. Das Gelände ist für Einsteiger ideal, gut zugängliche Aufschlüsse, klare Strukturen und trotzdem genug Herausforderungen, um zu lernen.
Zu Beginn ging es bei einer gemeinsamen Geländebegehung vor allem um die grundlegenden Arbeitsweisen. Umgang mit dem geologischen Kompass, Erkennung von Störungen, das Arbeiten mit Hillshades, Orientierung im Gelände, Kartieren von Grenzen und das saubere Eintragen der Beobachtungen auf der Karte. Wir lernten außerdem die Schichtfolge und übten die Beschreibung von Gesteinen. Unter anderem Korngröße, Farbe, Fossilinhalte, Verwitterungsmerkmale und alles, was man eben vor Ort erfassen kann. Im Gebiet um Taubenstein und Rotwand gab es auch einige schöne Fossilien, die uns direkt in die Sedimentationsgeschichte reinschauen ließen.
Wir arbeiteten in Dreiergruppen und jede Gruppe bekam ein eigenes Kartiergebiet, entweder westlich oder östlich des Spitzingsees. Dadurch unterscheidet sich die Kartierübung deutlich von anderen Exkursionen. Man ist viel unabhängiger unterwegs, kann sich die Arbeit in der Gruppe flexibel einteilen und muss selbst entscheiden, wie man vorgeht. Die Dozentinnen Dozenten waren regelmäßig im Gelände und unterstützten uns sehr gut, aber die eigentliche Arbeit lag bei uns. Was ich persönlich sehr positiv fand. Und trotz der vielen Eigenverantwortung haben wir das gute Essen sowohl auf den umliegenden Hütten als auch abends in der Unterkunft nie verpasst.
Das geologische Profil, das am Ende der Kartierung erstellt wurde, war eine der anspruchsvollsten Aufgaben, weil wir dafür alle Geländebeobachtungen in eine einzige Querschnittsdarstellung übertragen mussten. Da wurde einem erst richtig klar, wie wichtig saubere Kartierarbeit an den Tagen davor war.
Natürlich bestand die Woche nicht nur aus Feldarbeit. Abends blieb genug Zeit für gemütliches Zusammensitzen, Lagerfeuer, Saunaabende, Kartenspiele, Brettspiele, Kicker und alles, was sonst noch rumlag. Die Mischung aus gemeinsamem Arbeiten und gemeinsamen Abhängen hat die Gruppe echt zusammengeschweißt.
Insgesamt war die Kartierübung Taubenstein eine sehr praktische Einführung ins geologische Arbeiten im Gelände. Zwar fordernd, aber entspannt genug, um auch richtig Spaß zu machen.
Text: Levente Ifi
Anfang August fuhren die Studierenden des B.Sc. Geowissenschaften auf Geländeübung längs durch Deutschland und konnten ihr Wissen aus dem Hörsaal direkt an Ort und Stelle vertiefen. Die Route führte uns von Bayern bis in den Harz. Dabei wurden alle Einheiten der Varisziden besucht. Von Eklogiten bis zum Zechsteinriff, vom Halle'schen Porphyrkomplex bis zum Quartär Norddeutschlands war alles dabei. Einen Höhepunkt der Geläneübung stellte der Besuch des Steinbruchs der Basalt-Actien-Gesellschaft (bag) in Bad Harzburg dar. Dort konnten wir unter kompetenter Führung einen Einblick in die Herstellung von Gesteinskörnungen gewinnen.
Vom 19. bis 22. Juni ging es für Studierenden des M.Sc. Ingenieur- & Hydrogeologie in die Westalpen auf Geländeübung. Neben sommerlichen Temperaturen und den malerischen Ausblicken in die Schweizer Berge waren die einzigartigen Aufschlüsse das Highlight der Exkursion. Durch "Hands-On-Geology" in Schlüsselaufschlüssen wurden die Ablagerungsgeschichte und tektonische Entwicklung der westlichen Alpen erarbeitet. Die hohe Relevanz von geologischen Untersuchung in den Alpen wurde neben aktuellen Infrastrukturprojekten wie der Erweiterung des Gotthard Straßentunnels vor allem im Hinblick auf Georisiken in Form von Hangbewegungen deutlich. Mehr als 1 Mrd Kubikmeter festen Felses stürzten beispielsweise beim prähistörischen Bergsturz von Flims ins Tal und veränderten bis mehrere Kilometer talabwärts die Landschaft nachhaltig.
Am 09. Mai 2025 fand für die Studierenden der Vertiefungsrichtung Ingenieurgeologie des M.Sc. Ingenieur- & Hydrogeologie die Geländeübung der Vorlesung Tunnelbau statt. Für die Studierenden galt es das komplexe Trennflächengefüge und die Gebirgsverhältnisse im Steinbruch Wachtl der Fa. Rohrdorfer Zement GmbH nahe Kiefersfelden aufzunehmen. Die Aufnahme erfolgte sowohl mit klassichen Methoden - wie Scanline und Barton-Kamm - als auch mit UAV-Befliegung und anschließender Erstellung eines 3D-Aufschlussmodells.
Nur alle 3 Jahre findet die weltweit größte Baumaschinen und Bergbaumesse BAUMA in München an der Messe ICM statt. Deswegen organisierte der LS für Ingenieurgeologie am 08. und 11. April 2025 je ein Besuchstag für Studierende des B.Sc. Geowissenschaften und des M.Sc. Ingenieur- und Hydrogeologie auf der BAUMA. Auf der Messe wurden Maschinen der Superlative aus der gesamten Bauindustrie präsentiert, wobei vor allem Maschinen aus dem Bereich des Tunnelbaus, der Rohstoffgewinnung und des Spezialtiefbau von großem Interesse waren. Ein Highlight waren die Standführungen bei der Fa. Bauer Spezialtiefbau GmbH und der Herrenknecht AG, bei denen die ingenieurgeologischen Herausforderungen bei der Fertigung von Baumaschinen im Tunnel- und Spezialtiefbau beleucht und Lösungskonzepte präsentiert wurden.
Nach langjähriger Unterbrechung fand dieses Jahr für Studierende des M.S.c „Ingenieur- und Hydrogeologie“ wieder die Kartierungsübung unter Tage in Freiberg statt. Vom 17.03.2025 bis zum 21.03.2025 übten die 14 Studierenden das Kartieren von Trennflächen unter den anspruchsvollen Bedingungen im Lehrbergwerkt der TU Bergakademie Freiberg. In ca. 150 m unter der Geländeoberfläche und in den engen Gängen ohne Beleuchtung ist das Kartieren eine besondere Herausforderung. Als Kontrast dazu wurden die ersten Frühjahrs-Tage im Sonnenschein durch ein ergänzendes Exkursionsprogramm genutzt. Beispielsweise wurden das Elbsandsteingebirges bei Dresden oder auch die Relikte des Altbergbaus in der Freiberger Altstadt und Umgebung erkundet.

























