Lehrstuhl für Ingenieurgeologie
News
Im September stand am Spitzingsee eine Woche lang das Kartieren im Mittelpunkt. Mit Kompass, Karte und Bleistift erschlossen die Studierenden die Geologie der Region. Und diese hat dafür einiges zu bieten! Taubenstein, Rotwand, Sebaldstein und die Donnerlöcher sind nur einige der Orte, die sie dabei kennenlernten. Sie untersuchten Aufschlüsse, sprachen Gesteine an, verfolgten Grenzen und trugen alles sauber in die Karte ein. Schnell wurde klar, wie aus einzelnen Beobachtungen ein zusammenhängendes Bild entsteht. Bei Fragen standen die Dozierenden zur Seite, die Entscheidungen im Gelände trafen aber die Studierenden selbst. Zum Abschluss entstand eine geologische Karte mit einem Profil, in die alle Beobachtungen einflossen. Was tagsüber gemeinsam erarbeitet wurde, ließ man abends am Lagerfeuer ausklingen, und so wurde aus einer Kursgruppe ein Team.
Text: Levente Ifi
Nach einigen Jahren Pause fand 2026 wieder die Geländeübung zur Regionalen Geologie im Raum Westerwald mit Prof. Albert Gilg statt. In der Woche nach Ostern waren wir vom 7.-11. April unterwegs zwischen Gießen und Wiesbaden, Bad Ems und der Wetterau. Vulkane, Erze und Industrieminerale wurden über und auch unter Tage erkundet.
Auch in diesem Jahr fand für Studierende des M.S.c „Ingenieur- und Hydrogeologie“ wieder die Kartierungsübung unter Tage im Erzgebirge statt. Vom 02.03.2026 bis zum 06.03.2026 übten die 14 Studierenden das Kartieren von Trennflächen unter den anspruchsvollen Bedingungen im Lehr- und Forschungsbergwerkt der TU Bergakademie Freiberg. In ca. 150 m unter der Geländeoberfläche und in den engen Gängen ohne Beleuchtung ist das Kartieren eine besondere Herausforderung. Als Kontrast dazu wurden die ersten Frühjahrs-Tage im Sonnenschein durch ein ergänzendes Exkursionsprogramm genutzt. Beispielsweise wurden das Elbsandsteingebirges bei Dresden oder auch die Relikte des Altbergbaus in der Freiberger Altstadt und Umgebung erkundet. Auch eine Besichtigung der ingenieurgeologischen und bodenmechanischen Labore der TU Bergakademie Freiberg lieferte eindrucksvolle Einblicke in den Forschungsalltag.
Wir suchen zur Betreuung des Präparationslabors für Gesteinsdünnschliffe und –anschliffe sowie für die Präparation von Proben für die Röntgendiffraktometrie zum 01.04.2026 eine
engagierte und teamfähige Fachkraft als technische(n) Mitarbeiter:in unbefristet in Vollzeit (40,1 Wochenstunden). Die zugehörige Stellenanzeige finden Sie hier.
MINT-Impulse an der Schule
Unter dem Dach der MINT-Impulse, einem Teil des TUM Entdeckerinnen-Programms zur Förderung von Mädchen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, entwickeln Lehrstühle der TUM praxisnahe Workshops für Gymnasien und Realschulen im ländlichen Raum. Referentinnen und Referenten der TUM bringen diese Projekte als eintägige MINT-Impulse an die Partnerschulen des Programms.
Ziel ist es, Schülerinnen der 8.-10. Klassen für MINT-Themen zu begeistern, Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken und neue Berufsbilder kennenzulernen.
In kleinen Gruppen wird einen ganzen Tag lang geforscht, experimentiert und diskutiert, angeleitet von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TUM, die als authentische Rollenvorbilder wirken. Dabei stehen Entdecken, Ausprobieren und Selbermachen sowie ein einfacher Einstieg in MINT-Fächer und das Aufbrechen von Stereotypen im Mittelpunkt.
Unser Projekt: Vulkanüberwachung
Im Rahmen der MINT-Impulse gestalteten wir am Lehrstuhl für Ingenieurgeologie und mit Unterstützung des Lehrstuhls für magmatische Petrologie und Vulkanologie an der Ludwig-Maximilians-Universität das Projekt „Vulkanüberwachung“. Hier dreht sich alles um die Frage: Wie erkennt man, ob ein Vulkan gefährlich wird, bevor er ausbricht?
Gemeinsam mit den Schülerinnen tauchen wir in die Welt der Geowissenschaften ein: Wir erforschen, wie Vulkane entstehen, beobachten Bodenbewegungen, experimentieren mit Modellvulkanen und lernen, welche Anzeichen auf bevorstehende Eruptionen hinweisen können. Dabei geht es auch um reale Anwendungen, etwa wie Geologinnen und Ingenieurinnen weltweit versuchen, Vulkanausbrüche frühzeitig zu erkennen und Gefahren für Menschen zu minimieren sowie Orte vor Ausbrüchen zu schützen.
So zeigen wir, wie Natur und Technik zusammenwirken, und machen deutlich, warum die Geowissenschaften ein faszinierendes und wichtiges Berufsfeld sind, besonders für junge Frauen, die unsere Zukunft in Wissenschaft und Technik mitgestalten wollen.
Weiterführende Informationen zum Programm der MINT-Impulse finden Sie hier: www.tum.de/mintimpulse
Nicole Richels und Helen Viegener / Studierende der TUM
Information
Bachelorstudiengang B.Sc. Geowissenschaften:
Eine Übersicht über die angebotenen Bachelorarbeiten für 2027 finden Sie dieses Jahr auf dieser Seite.
Die Folien dazu finden Sie hier zum download.
Masterstudiengang M.Sc. Ingenieur- und Hydrogeologie:
Die Vorstellung der angebotenen Masterarbeiten für 2027 fand am 17. Juli 2026
von 11:30 bis 12:30 Uhr in Raum 2408 statt.
Die Folien dazu finden Sie hier zum download.

Der Arbeitskreis Junge DGGT ist eine Kommunikationsplattform zwischen jungen DGGT-Mitgliedern, den Lehrstühlen und Instituten für Geotechnik und Ingenieurgeologie sowie den Außerordentlichen Mitgliedern (Industrie- und gewerbliche Unternehmen) der DGGT. Ihr Fokus liegt auf der Vernetzung junger Geotechnik-Ingenieur*innen und der Nachwuchsförderung.
Mehr Informationen hierzu gibt es hier oder unter junge-dggt.de



























